22. Mai 2008: 16. Nacht der Stimmen Festival auf der Schloßparkbühne
Quintethno (Marburg)
MoZULUart (Südafrika)
Shminiyat Vocal (Israel)
Füenf (Deutschland)

Impressionen vom Festival


"Blindes Vertrauen darf man getrost den "Machern" des Kulturladens KFZ schenken, wenn es um die Qualität des Programms zur inzwischen längst traditionellen "Nacht der Stimmen" geht."
"Die Überraschung des Abends war zweifellos der Auftritt des vierköpfigen Ensembles "MoZULUart", für den die KFZler über ihren eigenen Schatten gesprungen waren und als Ausnahme instrumentelle Verstärkung zugelassen hatten: Drei Stimmen aus Simbabwe […], kongenial von dem Österreicher Roland Guggenbichler am Klavier begleitet, präsentierten eine derart originelle Verschmelzung traditioneller Zulu-Klänge mit klassischer Musik, dass die Zuhörer auf "Wolke sieben" schwebten - die Vier hätten noch stundenlang weitermachen können; sie wurden mit stehenden Ovationen (ungern) verabschiedet."
(Giessener Allgemeine Zeitung, 24.5.08)

Künstlerzitate aus dem Gästebuch:
"Nice Place - good people. It was a pleasure" (MoZULUart)
"Thank you for great time, We hope to come here once again."
(Shminiyat Vocal)
"Es war wie immer genial bei Euch! Gerne wieder!"
(Füenf)


Quintethno (Marburg)

Dieses Jahr liefert das sangesfreudige Marburger Milieu wieder den Opener. Der Name des Ensembles weist schon die Stilrichtung: Quintethno singt Weltmusik – das Festival wird mit Liedern unter anderem aus dem Amazonas-Gebiet, aus der Karibik und aus Südosteuropa beginnen. Das Quintett steht unter der Leitung von „Spielertrainer“ Jean Kleeb, dem Publikum durch seine Arbeit mit Wirsing Querbeet wohlbekannt.

MoZULUart (Südafrika)

Das Projekt MoZULUart wurde von dem österreichischen Pianisten Roland Guggenbichler und Vusa Mkhaya Ndlovu, Blessings Nqo Nkomo und Ramadu aus Zimbabwe erfunden und ist eine Verschmelzung traditioneller Zulu-Klänge mit vor allem Mozart-Kompositionen, daher auch der Name. Die Interpreten verbinden diese zwei so unterschiedlichen Musikstile so miteinander, dass die Originalmelodien und -rhythmen möglichst erhalten und damit authentisch bleiben. Die in afrikanischen Ohren „irgendwie ziemlich öd und langsam“ klingende klassische Musik arrangieren sie neu, versehen sie mit neuen Texten und singen sie mit großem Erfolg! Wäre Mozart heute noch am Leben, dann wäre er sicher stolz auf die Begegnung zweier Kulturen unter dem Banner seiner Musik – und wohl auch darauf, dass ein überraschtes Publikum im Takt zu seinen berühmten Kompositionen mit den Köpfen nickt und die Füße bewegt, fast wie in der Ethno-Disco.
www.mozuluart.at

Shminiyat Vocal (Israel)

Zum 60. Gründungsjubiläum Israels gibt Shminiyat Vocal, die A-Cappella-Gruppe Nr.1 des Landes, in Deutschland einige wenige Konzerte, und wir haben uns die seltene Gelegenheit nicht entgehen lassen, das „Vokaloktett“ (so die Übersetzung des Namens) zu den STIMMEN einzuladen. Seit seiner Gründung 1985 ist das Doppelquartett - je zwei Sopran-, Alt-, Tenor- und Bass-Stimmen - in Israel Pionier auf dem Gebiet des polyphonischen Gesangs. Obwohl man auch schon mit Orchestern und Jazzbands zusammen gearbeitet hat, ist der Schwerpunkt der unbegleitete Gesang geblieben. Die Stimmen der Mitglieder sind in Israel so populär, dass sie sogar für die Synchronisation von Disney- und Spielberg-Animationsfilmen gebucht wurden. Auf fünf CDs ist die enorme Bandbreite ihres Repertoires zu erleben, das von ernster Musik über hebräische Traditionals und Klassikadaptionen im Stil der Swingle Singers bis Pop und Jazz reicht.
www.8vocal.com

Füenf (Deutschland)

Zum beschwingten Nach-Hause-Gehen gibt’s diesmal Pop-Comedy. Wenn Süddeutschlands schlagkräftigste Spezialeinheit in Sachen Gesang zu den Mikrophonen greift, herrscht der vokale Ausnahmezustand, denn Füenf habenmit gutbürgerlichem A-Cappella im Schlafrock nichts am Hut. Die unorthodoxen Gesangskomiker zeigen mit einer fulminanten Show, wo bezüglich VokalSpott der Hammer hängt. Die selbstbewussten Stuttgarter haben sich insbesondere auf das Schlachten heiliger Kühe spezialisiert. Die Füenf schrecken vor Entstellung und sogar Fälschung von Liedgut nicht zurück: skrupellos Zertexten und notfalls gewaltsam Eindeutschen. Die Meister ihres Fachs sind zu allem fähig und der Verdacht auf organisierten Stilbruch ist berechtigt. Mit vokal-verbaler Heimtücke kratzen sie am Lack ihrer Lieblings-Feindbilder: rüstige Pop-Ikonen, scheinheilige Weltverbesserer oder groove-lose Propheten der Trübsalgesellschaft.
www.fuenf.com